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16. Fortsetzung
Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen
Nun gut, jetzt will ich Ihnen noch kurz etwas erzählen über das Thema: - Kein falsches Zeugnis gegen den Nächsten ablegen und nicht zu lügen. Und dabei habe ich es wirklich zur Expertin geschafft. Haben das auch alle gehört?!?
Denn der Teufel hat sich zu meinem Vater gemacht. Denn jeder von uns hat seinen VATER, entweder ist es GOTT VATER oder es ist eben der Satan, der IHM die Vaterschaft streitig macht.
Wenn GOTT die LIEBE ist, und ich aber voller Hass bin, wer ist dann mein Vater. Das ist doch nicht schwer zu beantworten und leicht zu verstehen:
Wenn GOTT mir immer wieder Versöhnung und Verzeihung predigt, wenn ER mich dazu auffordert, auch meine Feinde und diejenigen, die mir Schaden zufügen, zu lieben - ich aber nur die Rache im Kopf habe und an das MOTTO: „Zahn um Zahn“ denke. - Und das war damals wirklich meine Welt und meine Vorstellungen.
Gut, wer war also dann mein Vater? Und noch dazu: ER, unser HERRGOTT, ist die WAHRHEIT selbst, und der Satan ist der Fürst der Lügen. Wer war dann also mein Vater? Sie sehen schon. Ich kann es drehen und wenden, wie ich will. Das Ergebnis ist immer:
Dass ich selbst den Teufel zum Vater in meinem Leben erwählt habe.
Und ich sage Euch. Es gibt keine Kategorie-Einteilung der Lügen. Es gibt sie nicht – weder die rosaroten, noch die dunkelgelben oder die grasgrünen Lügen.
Jede Lüge ist eben eine Lüge. Und genauso wenig wie diese vorher erwähnten eingefärbten Lügen existieren, existiert auch nicht die NOT-Lüge, oder die GEFÄLLIGKEITS-Lüge oder die Lüge aus BARMHERZIGKEIT oder die MITLEIDS-Lüge und noch so viele andere Arten, die listige Menschen unter dämonischer Anleitung zur Ausrede erfunden haben.
Jede Lüge ist eben eine LÜGE . Und der Teufel ist der Vater aller Lügen, der Lügner von Anbeginn.
Die Lügen, die ich mit meiner Zunge begangen hatte, waren so, so fürchterlich, - einfach schrecklich. Ich konnte sehen, dass ich damit die höchst mögliche Punktezahl gewürfelt hatte.
Die Lüge ist und bleibt eben eine LÜGE. Und das Schlimmste ist, wenn man sich selber so in Lügen verwickelt, dass man zum Schluss seine eigenen Lügen für die Wahrheit hält.
Und die größte Lüge ist, wenn man sich für heilig hält. Wenn man sagt: Ich habe nicht gestohlen. Ich habe niemanden umgebracht. Und es gibt keinen GOTT. Und wenn es GOTT wirklich gibt, dann komme ich direkt in den Himmel, weil ich doch so fromm und heilig bin. Wo sollte ich in meiner Scheinheiligkeit denn sonst hinkommen? Das sind dann die sogenannten Lebenslügen.
Bei jeder Gelegenheit wie zum Beispiel beim Tratsch, den ich in die Welt setzte, wenn ich mich über andere lustig machte, oder wenn ich leichtfertig für andere Menschen einen bösartigen Spitznamen erfunden hatte und diesen dann aller Welt erzählte und mich jedes Mal dabei in gehässiger Art und Weise darüber noch lustig machte.
Wie sehr und wie viele habe ich dadurch verletzt, gekränkt, der Lächerlichkeit preisgegeben und verleumdet. Und das alles habe ich meinen Mitmenschen angetan.
Sie können sich gar nicht vorstellen, wie so ein Spitzname, eine Person verletzen kann. Er kann dadurch Minderwertigkeitskomplexe bekommen, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten und immer von neuem Schmerzen bereiten.
Zum Beispiel eine Freundin, die etwas molliger war, nannte ich einfach nur die „Dicke“ oder die „Fette Kugel“. Sie ist diese Bezeichnung nie mehr losgeworden und immer nur die „Fette Kugel“ geblieben. Ihr hat das sehr zugesetzt. Dieser Frust machte sie zur Frust-Esserin, was natürlich wiederum auf ihren Leibesumfang Auswirkungen hatte. Sie wurde deshalb oft nicht mitgenommen oder nicht eingeladen.
Und so sehen Sie, wie Worte auch entsprechende Taten nach sich ziehen können - und am Schluss kommt ein ganzer Rattenschwanz von Bosheiten heraus.
Alles ist nur die giftige Frucht eines leichtfertig hinausposaunten Wortes.
Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Gut
Als sie mir diese Überprüfung meines Lebens auf der Grundlage der 10 Gebote GOTTES gemacht haben, stellte sich klar heraus, dass alle meine Übel, Sünden und Bosheiten ihren Ursprung in der Habgier hatten.
Dieser wahnsinnige Wunsch, diese Sucht, einfach alles zu besitzen und über alles zu bestimmen: ICH MUSS HABEN, statt ICH MUSS SEIN.
Ich dachte immer, dass ich glücklich sein werde, wenn ich alles Geld der Welt besitze und sehr reich bin, und dieser Wunsch, Geld zu haben, artete bei mir bald zu einer BESESSENHEIT aus. Mein HERRGOTT war das Geld. Mein größter Wunsch war es, immer möglichst viel Geld zu haben. Da ich selbst nämlich in jungen Jahren nie Geld hatte, wollte ich, dass meine Kinder Geld im Überfluss zur Verfügung haben sollten. Ich hatte den Irrglauben, dass das Glück des Menschen im Besitzen von den Dingen und wertvollen Sachen dieser Welt bestünde.
Das war sehr schade und für mich eine große Tragödie. Als ich nämlich wirklich viel, viel Geld besaß, und mir fast alles leisten konnte, durchlebte ich die schlimmste und unglücklichste Phase meines Lebens. Meine Seele kam an dem Tiefpunkt an, dass ich mir sogar das Leben nehmen wollte. Mit soviel Geld und Reichtum, und trotzdem allein und innerlich leer, einsam und verlassen.
Ich erlebte es selbst, was es heißt:
LIEBE, FREUNDSCHAFT, ZUNEIGUNG kann man mit dem Geld nicht kaufen.
Auch für alles Geld der Welt kriegt man beim Versuch LIEBE zu kaufen, meist nur Scheinheiligkeit, Falschheit, Schmeichelei und gespielte Unterwürfigkeit.
Ich war also zutiefst enttäuscht, verbittert in der selbst gewählten Sackgasse meines Lebens. Ich hatte den Gipfel der Frustration erreicht, und dort wehte ein eisig kalter Wind, der mir nur die Frage in den Sinn brachte, warum bist du überhaupt hier herauf gestiegen.
Die Habgier, wie jede andere Gier auch, - also diese Sucht nach Geld und Reichtum; dieser Neid nach dem, was ein anderer schon hat; dieses „Das-muß-ich-auch-haben“; – hängte sich bei mir ein, nahm mich bei der Hand und brachte mich auf Abwege.
Diese Habgier führte mich direkt in Richtung Hölle, weg von meinem Schöpfer GOTT, von dessen Hand ich mich durch dieses HABEN-Wollen losgerissen hatte.
Mit dieser Gier nach Geld, mit diesem Ausstrecken meiner Hände nach dem „Mammon“ habe ich die Hand meines Gütigen GOTTES losgelassen, ich habe mich von IHM losgerissen, ich habe mich von IHM entfernt. Die Sucht, die Gier führt immer in die GOTT-Ferne. Man geht in die verkehrte Richtung und läuft dem Teufel hinterher. Und je weiter man von GOTT entfernt ist, desto weniger merkt man SEINE Gegenwart und desto geringer wird SEIN Schutz.
Und um Euch aufzuzeigen in welch wundersamer Weise sich GOTT immer meiner angenommen hat, will ich Euch noch folgendes erzählen. Mich haben die Rettungsleute nach dem Unfall in ein öffentliches Krankenhaus gebracht, bevor ich in die Klinik der Sozialversicherung gekommen bin.
Wisst Ihr, was mir in diesem öffentlichen Krankenhaus passiert ist? Es waren dort so viele Kranke und Unfallopfer eingeliefert worden, dass einfach kein Platz mehr war. Sogar die Gänge des Krankenhauses waren mit Betten und Tragbahren überfüllt. Es war also nicht einmal eine Trage frei, um mich bei der Einlieferung dort unterzubringen.
Und GOTT hat es zugelassen, dass ich auf diese Weise das komplette Verlassensein von den Menschen erlebe. Diese armen Ärzte dort waren total überfordert. Sie wussten nicht mehr, wo ihnen der Kopf stand. Die Rettungsleute, die meine Tragbahre trugen, fragten andauernd: „Wo sollen wir sie hinlegen?“ Und die einzige Antwort, die sie jedes Mal bekamen, war nur: „Legt sie dort in die Ecke!“ oder: „Legt sie dort auf den Boden!“
Aber sie wollten mich einfach nicht so auf den Gangboden legen, da sie wussten, dass ich bei meinen Verbrennungen sehr leicht eine tödliche Infektion oder eine Sepsis bekommen könnte. Und in diesen Stunden, die ich dort einfach so herumlag, und sich keiner der Ärzte um mich kümmern konnte, da es für sie wichtigere Fälle gab, bei denen sie mehr Hoffnung auf Erfolg ihrer Behandlung hatten, erlebte ich dieses totale Verlassensein von allen Menschen um mich herum, obwohl es von Menschen, kranken Patienten und gesunden Helfern, nur so wimmelte.
Wenn sie mich anblickten, wie ich da lag ähnlich einem verkohlten Stück Grillfleisch, dachten alle Ärzte bei sich, dass ja jede Behandlung sowieso schon zu spät kommen würde und mein Leben eigentlich nicht mehr zu retten wäre. Und ich ärgerte mich noch in meiner hilflosen Lage, dass sich kein Mensch meiner annahm.
Und in meiner Verlassenheit und meinem Ärger sah ich auf einmal unseren HERRN JESUS CHRISTUS, wie ER sich zu mir herunterbeugte und mir in aller Zärtlichkeit SEINE Hand auf meinen Kopf legte, um mich zu trösten. Ich schloss meine Augen, da ich glaubte, Halluzinationen zu sehen, aber als ich sie wieder auf machte, sah ich immer noch unseren HERRN zu mir gebeugt und ich vernahm SEINE Stimme wie ER zu mir sagte:
„ Schau, meine Kleine, du wirst nun sterben. Zeige jetzt doch deine Sehnsucht, dein Verlangen nach MEINER Barmherzigkeit!“
Stellen Sie sich vor, als ich das hörte, dachte ich mir: „Was soll das nun heißen „Barmherzigkeit, Verlangen nach Barmherzigkeit“? Was habe ich denn Böses angestellt? Warum sollte ich Barmherzigkeit notwendig haben?“ Ich kam in keiner Weise auf den Grund und den Sinn dieses Angebots. Ich hatte eben gar kein Gewissen mehr. Ich hatte es komplett verloren. Ich war schon ganz gewissenlos!
Aber was ich ganz klar begriffen hatte: Ich werde jetzt sterben. Es ist meine letzte Stunde gekommen. Und der einzige Gedanke der mir durch den Kopf schoss, war. Was geschieht nun mit meinen Diamantringen, die ich an den Fingern hatte.
Sie waren fest eingegraben in den total verbrannten und geschwollenen Fingern. Und es war meine große Sorge, dass sie beschädigt würden, wenn man sie von meinen Fingern abschneiden oder abzwicken würde. Und bei diesen Gedanken versuchte ich verzweifelt, mir diese Ringe von den Fingern zu streifen.
Wissen Sie, wie brutal die Schmerzen von verbrannter Haut und verbrannten Gliedmaßen sind. Sie können sich nicht vorstellen, welche Schmerzen ich mir selber bei diesem Versuch, die Ringe von den Fingern zu bekommen, verursachte. Es löste sich dabei schon das Fleisch von meinen Fingern.
Und trotz allem bildete ich mir fanatisch ein, dass es nicht sein konnte, dass ich diese Ringe nicht herunterkriegen würde. Mir war im Leben noch nie eine Aufgabe zu schwierig oder ein Ziel zu hoch. Immer habe ich noch alles erreichen können, was ich mir einbildete. Und diese Einstellung, besser gesagt ‚egoistische Besessenheit’ hatte ich auch in diesem Falle.
Ich sagte zu mir selbst: „Es wäre doch die Höhe, wenn ich vor meinem Hinscheiden nicht noch fähig wäre, mir meine Ringe vom Finger zu ziehen!“
Kaum hatte ich es geschafft, zogen schon neue Wolken der Verzweiflung herauf. Denn es kamen mir die düsteren Gedanken: „Mein GOTT, ich werde jetzt gleich sterben. Dann werden die Krankenschwestern sicherlich sofort meine wertvollen Diamantringe stehlen und sie einfach verschwinden lassen!“
Und da kam dann plötzlich mein Schwager zu mir her, und mein erster Gedanke der Erleichterung war: „GOTT sei Dank, jetzt sind wenigstens meine Diamantringe in Sicherheit!“ Ich übergab ihm die Ringe und sagte zu ihm: „Gib sie meinem Mann Fernando! Und sag meinen Schwestern, sie sollen sich um meine Kinder kümmern, denn meine armen Kinder werden nun ohne ihre Mutter zurechtkommen müssen. Denn ich muss dir sagen, dieses Mal komm ich nicht mit dem Leben davon. Ich werde sterben.“ Nun konnte ich also in Ruhe sterben. So vernebelt war mein Geist in meiner letzten Stunde, dass ich das Licht, das ER mir anbot, nicht einmal sehen konnte.
Und wissen Sie, was mein letzter Gedanke war. „Mein GOTT, woher werden sie das Geld für meine Beerdigung nehmen mit dieser riesigen Konto-Überziehung, die ich momentan auf meinem Bankkonto habe?“
Und sehen Sie, das ist die Geschichte einer Person, die ihr Gewissen verloren hatte, die die letzten Gedanken und Momente an den Tand dieser Welt verschwendete und vor lauter (Schein-)Heiligkeit gar nicht an die Ewigkeit, an die Zukunft der Seele und an das Angebot des HERRN dachte. Gerade wenn man sich gar so „heilig“ einschätzt, schlittert man sehr leicht in Richtung Verdammnis oder trägt durch diese falsche Einschätzung oft noch zur eigenen Verdammung bei.
17. Fortsetzung
Das „Buch des Lebens“
Und nach dieser Analyse meines Lebens nach den Bestimmungen der 10 (zehn) Gebote GOTTES, wurde mir der Einblick in mein „Buch des Lebens“ gewährt. Es war ein wundervoller Augenblick. Mir fehlen einfach die Worte, um dieses „BUCH DES LEBENS“ angemessen beschreiben zu können.
Es begann mit meiner Empfängnis. Sobald die Zellen meiner Eltern zusammengekommen waren, gab es „ZAS!“ einen Funken. Eine kleine, wunderschöne Lichtexplosion, und es bildete sich daraus eine Seele, meine eigene Seele, ganz behütet in den Händen GOTT VATERS – und ich sah so einen liebevollen und zärtlichen Papa in GOTT, dem VATER.
Vierundzwanzig (24) Stunden am Tag war er mit mir, er führte mich an SEINER Hand, beschützte mich, war immer um mich besorgt und hinter mir her. ER ließ mich nicht aus SEINEN Augen und nie allein.
Und alles, was mir im ersten Augenblick wie eine Strafe oder ein großes Missgeschick vorkam, war nichts anderes als ein Ausdruck SEINER LIEBE und seiner Besorgnis um mich.
Denn ER blickte nicht auf mein Äußeres und schaute nicht auf meinen wohl geformten Körper. NEIN, ER schaute in mein Innerstes, ER erforschte meine Seele und sah dabei, wie ich langsam, aber sicher von SEINEM WEG abkam und wie ich SEINE Rettung und Erlösung ausschlug.
Und so erlebte ich viele Situationen meines verflossenen Lebens bei der Schau in mein „BUCH des LEBENS“ in ihrem Zusammenhang und sah die jeweiligen Folgen meines Handelns und der Entscheidungen meines freien Willens. Zum besseren Verständnis will ich Ihnen ein Beispiel dafür erzählen, das aufzeigt, wie wunderschön so ein „BUCH des LEBENS“ ist.
Ich war in meinem Leben sehr falsch und heuchlerisch. So sagte ich oft zu meinen Bekannten – oder auch Freundinnen – mit schmeichelnder Stimme:
„Huy! Schau mal an, wie wunderschön kommst Du heute daher. Dieses Dein Kleid ist einfach prächtig, und es steht Dir so gut! Wie hübsch schaust Du darin nur aus!“
Aber im „Buch des Lebens“ sieht man ja auch, was man dabei denkt, und was im Innersten abläuft. Und da nahm ich wahr, dass ich dabei in meinem Herzen zu mir sagte:
„Pfui! Was für ein grausliches Aussehen, und dabei glaubt sie ja auch noch, sie wäre eine Schönheits-Königin!“
Sehen Sie, das waren dabei meine Gedanken in meinem geheimen Inneren. In diesem „Buch des Lebens“ sieht und hört man wie in einem Film diese Geschehnisse, und so sah und hörte ich auch alles genauso, wie ich es damals im meinem Leben auch hörbar gesagt hatte, mit dem einzigen Unterschied, dass ich auch meine Gedanken sehen und vernehmen konnte.
Es war wie eine Zwei-Kanal-Ton-Verfilmung in verschiedenen Sprachen oder wie ein Film mit Untertiteln. Ein Tonkanal brachte genau das, was ich mit meiner Zunge und mit Scheinheiligkeit von mir gab, und der andere Ton-Kanal ließ mich meine Gedanken, die ich gleichzeitig hatte, hören und lesen, und ich konnte den Zustand meiner Seele, mein Inneres dabei auch sehen.
Sie würden selbst an ein technisches Wunderding denken, wenn sie so etwas über ihre Aussprüche oder über Situationen Ihres eigenen Lebens miterleben würden. Es ist einfach überwältigend!
Und so sah ich die innere Wirklichkeit meines Lebens. Alle meine Lügereien lagen ganz offen da, sie brodelten wie in einem Kochtopf ohne Deckel, sie waren nackt und ohne Beschönigung, wahrnehmbar für jeden.
Die ganze Welt konnte sie sehen. Sie waren quicklebendig und deckten ihre eigenen Schandtaten auf . Meine Mutter, wie oft habe ich sie übers Ohr gehauen und bin sie ganz gemein hintergangen. Oft erlaubte sie mir nämlich zu Recht nicht, auszugehen und mich mit meinen „schlechten“ Freunden zu treffen.
Aber mit der Bemerkung: „Mami, ich hab jetzt noch eine Gruppenarbeit in der Schulbibliothek!“ war ich flugs auch schon weg. Und meine Mutter hat die „Kröte“ geschluckt und mir die schnelle Lüge abgenommen.
Wie oft habe ich mir mit solchen Lügen selbst die Zeit gestohlen, bin um die Häuser gezogen, habe mir pornografische Filme angesehen oder bin in eine Bar gegangen, um mit meinen „Freundinnen“ Bier zu saufen.
Und nun sah auch meine Mutter dies alles in meinem für alle offen da liegenden „Buch des Lebens“. Es ist ihr nichts entgangen.
Noch ein weiteres Beispiel dafür, was ich in diesem „Buch des Lebens“ gesehen habe. Meine Eltern gaben mir immer Bananen als Essen für die Mittagspause in meine Schule mit.
In jener Zeit lebten wir ja in sehr ärmlichen Verhältnissen, so dass mein Jausen-Paket meist eben nur aus Bananen, hin und wieder einem Brötchen und Milch zusammengesetzt war. Ich aß oft schon auf dem Schulweg meine Bananen und warf die Bananenschalen einfach überall ohne weiter Nachzudenken weg - egal, wo ich gerade ging.
Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, was durch so eine glitschige, unachtsam weggeworfene Bananen-Schale alles passieren kann, welchen Schaden so etwas einem anderen Menschen zufügen kann. Und es lagen die von mir weggeworfenen Bananenschalen also einfach so herum.
Das überraschende und eindrucksvollste war, wie der HERRGOTT mir zeigte, was einige – natürlich nicht alle – dieser herumliegenden Schalen ausgelöst haben. Ich sah die Personen, die durch diese Bananenschalen zu Sturz kamen, und in einigen Fällen hätten diese Stürze durch den starken Verkehr sogar tödlich ausgehen können, und ich wäre dadurch noch schuldig geworden, hätte ein Menschenleben ausgelöscht.
Alles nur aus Gedankenlosigkeit, fehlendem Verantwortungsgefühl und fehlender Barmherzigkeit meinen Mitmenschen gegenüber.
So war es auch in einem anderen Fall, bei dem eine Frau an der Kassa des Supermarkts mir durch einen Irrtum von ihr selbst um ganze 4.500 Pesos zu viel herausgegeben hat. Und in diesem Zusammenhang ging ich dann auch eines der wenigen Male zur Beichte, wo ich wirklich eine aufrichtige, tiefe Reue und großen Schmerz über mein sündiges Verhalten empfand.
Mein Vater hat uns Kindern immer dazu ermahnt, in unserem Leben ehrenwert zu sein, und trotz der Armut die Ehre einer Person als hohes Gut zu betrachten, - vor allem auch die eigene.
Wir sollten uns nie am Geld eines anderen vergreifen, auch dann nicht, wenn es sich nur um wenige Cents handelte. Als also dieser Vorfall mit dem Wechselgeld passierte, bemerkte ich den Irrtum erst im Auto, als ich schon wieder auf dem Rückweg in meine Ordination war. Und ich sagte zu mir selbst: „Ha, diese blöde alte Kuh, dieses dumme Viech, hat sie mir nicht um 4.500 Pesos zu viel heraus gegeben und mich trifft es nun wieder, zu ihr zurück zu fahren, um ihr das Geld zurück zu geben!“
Ich war schon wieder auf dem Weg zum Supermarkt, als ich in einen Riesen-Verkehrs-Stau geraten bin. Im Autoradio vernahm ich, dass rundherum alles mit im Stau stehenden Autos verstopft war.
Und wieder dachte ich laut und sagte zu mir selbst:
„Ha! Das ist ja die Höhe. Jetzt soll ich auch noch Stunden meiner kostbaren Zeit verlieren, nur weil diese dumme Kuh zu blöd war, richtig zu rechnen. Es hat ihr ja niemand befohlen, so saudumm zu sein und sich zu verrechnen! Ich fahre jetzt einfach heim und werde ihr unter diesen Umständen das Geld gar nicht mehr zurück bringen! Nein, auf keinen Fall, sie alleine ist ja schuld daran.“
Aber es blieben mir trotz meiner Ausreden Gewissenbisse über diesen Vorfall mit dem Wechselgeld. Und weil mein Papa eben das Fundament der Ehrenhaftigkeit so oft und so deutlich betont, und damit auch in meinem Charakter verfestigt hatte, ging ich also am darauf folgenden Sonntag zur Heiligen Beichte und sagte zum Priester, der im Beichtstuhl saß:
„Hochwürdiger Pater, ich habe gesündigt, weil ich mir 4.500 Pesos angeeignet habe, da ich diesen Betrag einer Frau, der das Geld eigentlich gehörte, nicht mehr zurück gegeben habe.“
Ich habe dann gar nicht mehr acht gegeben, was mir der Beichtvater dazu gesagt oder mich darüber belehrt hat.
Und als ich diese Szene im „Buch des Lebens“ sah, müssen Sie wissen, dass der Böse, der Teufel, mir wirklich diese Sünde nicht mehr ankreiden und mich nicht als Diebin hinstellen konnte, denn ich hatte sie ja gebeichtet. Aber ich werde Ihnen jetzt erzählen, was der HERRGOTT darüber zu mir sagte:
„Diese fehlende Nächstenliebe, die Du hier an den Tag gelegt hast, als Du keine Wiedergutmachung Deiner Sünde geleistet hast, ist auch nicht in Ordnung. Die 4.500 Pesos waren für Dich zwar eine Kleinigkeit, - denn Du hast solche Beträge täglich beim Fenster hinausgeworfen für Blödsinniges, das Du unbedingt haben wolltest, - aber für diese arme Frau mit Mindestlohn, die halbtags noch arbeiten und ihre Kinder allein zurücklassen musste, um überhaupt über die Runden zu kommen, - für sie waren diese 4.500 Pesos der Lebensunterhalt für ganze drei Tage, ihr Kapital für das Essen und Trinken der ganzen Familie für diese drei Tage.“
Und wissen Sie, was das Schlimmste und am meisten Beeindruckende dabei war, wie mir der HERR diese Szene sehen ließ:
Ich konnte nämlich mit eigenen Augen sehen, wie diese Frau mit ihren Kindern wirklich darunter zu leiden hatte, und wie diese Familie einige Tage echten Hunger zu ertragen hatte.
Alles nur durch meine Schuld. Folgen meiner Sünde. Diese Frau erduldete dies alles mit ihren kleinen Kindern und musste zusätzlich noch Angst haben, ihre Arbeitstelle an der Supermarkt-Kasse zu verlieren.
Denn so weist unser HERRGOTT im „Buch des Lebens“ auf unser Verhalten hin. Er zeigt uns, wann wir etwas getan haben, wer unter dieser unserer Tat zu leiden hatte, wer die Folgen zu tragen hatte, zu welchen Taten der in Mitleidenschaft gezogene Mitmensch dadurch angestiftet wurde, und wie derjenige sich danach verhalten oder was er dann getan hat.
18. Fortsetzung
Die Abschluss-Frage
Abschließend fragte mich der HERRGOTT:
„Welche spirituellen Schätze bringst Du MIR mit?“
Ich denke mir noch: „Was meint ER wohl mit spirituellen Schätzen?“ Ich stand ja mit leeren Händen vor IHM, meine Hände waren ja ohne irgendwas, sie hingen einfach an meiner Schulter herunter, ohne etwas zu halten oder zu tun. Und in diesem Moment höre ich, wie ER zu mir spricht:
„Was nützt es dir nun, dass du zwei Eigentums-Wohnungen hattest, dass einige Häuser dein Eigentum waren, dass du sogar mehrere Ordinationen dein Eigen nennen konntest? Was nützt es dir nun, dass du dich für eine hoch gebildete Fachärztin für Zahnheilkunde gehalten hast, die sehr erfolgreich war? Konntest du auch nur ein Staubkorn eines Ziegels deiner Bauten hierher mitbringen. Hast du vielleicht deine prall gefüllte Geldbörse oder dein dickes Scheckheft dabei?“
Und als ER mich dann noch fragte:
„Was hast du mit den Talenten angestellt, die ICH dir gegeben hatte?“,
dachte ich mir: „Was meint ER wohl für Talente? Was will ER damit sagen?“ Und auf einmal nahm ich es wahr. Es wurde mir bewusst. Ja, ich hatte einen Auftrag bekommen, den Auftrag, das „Reich der LIEBE“, das „Reich GOTTES“, zu verteidigen und zu vergrößern.
Ich hatte einfach ganz vergessen, dass ich auch eine Seele besaß, und noch viel weniger erinnerte ich mich, dass ich auch Talente bekommen hatte.
Und schon gar nicht war mir bewusst, dass eines dieser Talente die Fähigkeit war, dass ich das Werkzeug der Göttlichen Barmherzigkeit sein sollte, dass ich als SEINE barmherzige Hand fungieren sollte. Und so gab ich mir auch nicht Rechenschaft, dass alles Gute, das ich unterlassen habe und eben nicht getan habe, dem HERRGOTT große Schmerzen und viel Kummer bereitet hat.
ER konfrontierte mich mit so vielen Unstimmigkeiten in meinem Leben:
Wie viel Gutes hättest du tun können mit dem vielen Geld, das du für deine Schönheitsmittel hinausgeworfen hast. Was nützten dir all deine Diäten, denen du verfallen warst, mit denen du deinen Körper gequält hast, durch die du dir Anorexie und Bulimie zugezogen hast?!
Du hast aus dir selbst und aus deinem Körper einen Götzen – ein „Goldenes Kalb“ gemacht. Wozu dient dir dies alles jetzt und hier? Du hast viel hergeschenkt, das ist wahr, aber du hast es getan, damit man dir dankt, damit man von dir sagt, wie gut du bist.
Alle hast du mit deinem vielen Geld manipuliert, damit sie dir dafür andere Gefälligkeiten erweisen. Sage mir, was bringst du jetzt für die Ewigkeit mit? Als ich dich zuletzt mit deinem finanziellen Ruin heimsuchte, war das keine Strafe, wie du gedacht hast, nein, es war ein Segen. Dieser Ruin sollte dich von deinem eigenen Götzen – Deinem „Goldenen Kalb“ befreien, dem du gedient hast. Der Ruin sollte dich zu mir zurückführen.
Aber du hast rebelliert, du hast dich gewehrt und wolltest dein gehobenes soziales Niveau nicht verlassen und herabsteigen, du hast geflucht, geschimpft und getobt, du, die Sklavin deines Geldes, Sklavin des „Mammons“.
Du hast geglaubt, dass du alles vermagst, dass du alles kraft eigener Anstrengungen, Fleiß und Einsatz selber getan hast. Dass du alles besser konntest als andere. Aber NEIN! Schau nur wie viele Gebildete und Akademiker es gibt, die genauso gearbeitet haben, wie du, ja sogar noch besser und fleißiger, trotzdem haben sie nicht dasselbe erreicht wie du. Dir ist viel gegeben worden und deswegen wird jetzt auch viel von dir verlangt.
Sie müssen wissen, dass ich für jedes Reiskorn, das ich verschwendet habe, GOTT Rechenschaft geben musste. Für alles Essen, das ich in den Abfall geworfen habe.
Im Buch des Lebens sah ich auch, wie ich als Kind einmal heimlich die Bohnen weggeworfen habe, die es zu Mittag gab, weil ich sie nicht mochte. Damals waren wir sehr arm. Als meine Mutter meinen leeren Teller sah, dachte sie, ich hätte so schnell gegessen, weil ich so hungrig war.
Sie verzichtete auf ihre eigene Portion, blieb selber ohne Essen und gab mir noch eine Portion, da sie dachte ich sei so hungrig gewesen. Oft blieb sie ohne Essen, weil sie auch jedem Armen gab, der an die Türe klopfte. Aber man hat es ihr nie angemerkt, nie trug sie ein bitteres Gesicht zur Schau, im Gegenteil, sie hatte immer ein Lächeln.
Der HERR zeigte mir, wie ich später, als ich schon viel Geld hatte, viele Partys gab, Leute einlud und es immer ein reiches Buffet gab - und wie danach mehr als die Hälfte in den Abfall geworfen wurde - und rings um mich gab es so viel Armut und Hunger - mein Gewissen wurde davon überhaupt nicht wach gerüttelt.
Der HERR sagte dazu und schrie fast dabei: „ICH hatte Hunger!!!“
Der HERR ließ mich Seinen Schmerz erkennen wegen der Not Seiner Kinder und der Gleichgültigkeit derer, die helfen könnten und es nicht tun.
ER fuhr fort, mir zu zeigen, wie viele Sachen es bei mir zu Hause so gab; feine Sachen, alles teure Markenware, beste Kleidung, elegante Wäsche, alles vom Feinsten.
Und der HERR sagte mir: „ICH war nackt in deinem Nächsten und du hattest die Schränke voll und hast im Überfluss gelebt, du hast so viele Sachen gehabt und vieles gar nicht benützt.“
Immer wenn ich sah, dass Bekannte dies oder jenes hatten, was ich noch nicht hatte oder das besser war, als das, was ich selber besaß, war ich eifersüchtig und kaufte mir etwas noch besseres. Ich wollte immer das Beste vor allen anderen haben, denn ich war neidisch.
Der Vergleich, das „Über-den-Zaun-Schauen“ in Nachbars Garten verführt uns zum NEID. Aber es ist auch Sünde, wenn man bewusst, den NEID des Mitmenschen verursacht oder sich besonders freut, wenn man bemerkt, dass auf uns durch unser Verhalten jemand neidisch geworden ist.
Der HERR sagte mir: „Du warst stolz, immer hast du dich mit anderen verglichen, die in einer besseren Stellung lebten als du. Reiche Leute! Denn auf die, die in einem niedrigeren sozialen Niveau lebten, um die hast du dich nicht gekümmert. Als du noch arm warst, bist du den guten Weg gegangen, denn da hast du von Herzen gegeben, sogar Dinge, die dir dann selber abgingen.“ Der HERR zeigte mir, dass Ihm das gefallen habe.
Es war damals, als ich meine neu gekauften Tennisschuhe einem Jungen auf der Straße schenkte, weil dieser keine Schuhe anhatte. Aber meinem Vater war es sehr schwer gefallen, mir diese Schuhe zu kaufen, und es setzte ein ordentliches Donnerwetter ab. Er war überaus wütend. Wir hatten kaum genug für den Lebensunterhalt, und ich ging her und schenkte meine neuen Schuhe her. Begreiflich...
Aber von der Sicht des HERRN aus, war es in Ordnung. Obwohl wir eine sehr schwierige Familie waren, hat GOTT damals doch sehr viel Segen über unsere Familie ausgegossen. Und der HERR zeigte mir, wie viele Gnaden ER für mich bereit gehabt hätte, wenn ich nicht SEINEN Weg verlassen hätte, wie vielen Menschen ich hätte helfen können.
ER sagte: „ICH hätte dich erleuchtet und dir gezeigt, wie du ihnen hättest helfen können. Das Übel hätte sie nicht so getroffen, das wieder so viel andere bösartige Folgen nach sich zog“. GOTT nimmt uns sehr ernst.
Weiter zeigte ER mir: „Oder schau, dieser junge Mensch hätte nicht Selbstmord begangen, wenn du für ihn gebetet hättest, und jene Person wäre nicht aus Verlassenheit gestorben, wenn du für sie gebetet hättest; es hätte sich ein Weg aufgetan für sie.“
Aber ich habe nie zugelassen, dass der HEILIGE GEIST mich berührt. Ich habe mich nie ergreifen und rühren lassen von der Not anderer. Ich hatte ein versteinertes Herz. Ich konnte und wollte mein Herz den Gnadenströmen des HERRN nicht öffnen. Dies ist ein sehr wichtiger erster Schritt, wenn man ins Vaterhaus zurückkehren will. Das Herz erweichen, das Herz öffnen für die Gnade, für den HERRN.
Der Herr sagte zu mir: „Schau das Leid meines Volkes, schau, wie nötig du es hattest, dass deine Familie vom Krebs heimgesucht wurde, damit du Mitgefühl lernst. Du hast mit Gefangenen erst Mitleid gehabt, als dein eigener Mann verhaftet worden ist.“
Der HERR schreit es fast heraus:
„Du bist aus Stein,
du bist unfähig zu lieben!!!“
Ich habe Ihnen auch schon erzählt, was für ein „Früchtchen“ von einer Tochter ich war. Ich war sehr garstig und ehrfurchtslos. Meinen Vater nannte ich “Pedro Feuerstein“ (=“Pedro-pica-pedra“) und wollte damit zum Ausdruck bringen, dass er noch in der Steinzeit lebt – in Anlehnung an die Zeichentrick-Serie der „Flintstones“ bzw. „Feuersteins“ aus dem Fernsehen.
Und zu meiner Mutter sagte ich, sie sei unmodern, sie sei eine antiquarische Figur und andere Dinge in dem Stil. Ja, ich trieb es so weit, dass ich meine eigene Mutter verleugnete, weil ich mich ihrer schämte, weil sie nicht zur feinen Gesellschaft gehörte. Stellen Sie sich vor!! Gerade da Sie nun schon wissen, wie sehr sie sich um mich gesorgt und für mich gebetet hat!
Aber Sie können sich nicht vorstellen, wie viele Gnaden ich um meiner Mutter willen bekam, nicht nur ich, sondern die ganze Welt. Ich hatte eine Mutter, die zur Kirche ging und ihre Leiden zu JESUS trug. Eine Mutter, die glaubt, die wirklich und ganz innig glaubt. Sie verbrachte viele Stunden in Anbetung vor dem Aller- heiligsten. Und so wurde sie zur Vermittlerin vieler Gnaden.
Der HERR sagte zu mir:
„Nie hat dich jemand so geliebt, wie deine Mutter dich geliebt hat, noch wird dich je jemand so lieben, wie sie. Nie, nie, wird dich jemand so zärtlich lieben, wie sie.“
19. Fortsetzung
Die LIEBE GOTTES – die Rettung der Seelen
Denn Ihr müsst wissen, was mich der HERR immer und immer wieder fragte! ER sprach mich immer wieder auf die LIEBE an, auf die selbstlose, an keine Bedingung geknüpfte Liebe. Und deswegen kam auch immer wieder das Fehlen dieser LIEBE, dieser „CARITAS“, dieser Wohltätigkeit, dieses weiten Spektrums der „Christlichen Nächstenliebe“ zu Tage.
Diese Abwesenheit SEINER Göttlichen Liebe, die ER uns allen als Auftrag und Talent, in die Wiege gelegt hatte, war kurz zusammen gefasst, das Ergebnis, die Zusammenschau aller Ereignisse meines bisherigen Lebens.
Und dann erklärte ER mir: „Weißt Du, Dein spiritueller Tod, das Absterben Deiner Seele, begann…“.
Und ich sah nun ganz deutlich: Ich war zwar noch am Leben, ich atmete noch, aber eigentlich war ich schon tot; meine Seele war schon gestorben; sie war erstickt.
Wenn Sie nur selbst gesehen hätten, was der „spirituelle Tod“ ist. Was es heißt, die Seele ist abgestorben, erstickt.
Sie hätten sehen sollen, wie eine Seele aussieht, die nur mehr HASS empfindet! Welches Schaudern und welcher Schreck von einer solchen Seele ausgehen, die nur mehr verbittert, lästig und unerträglich ist. Sie denkt die ganze Zeit nur daran, wie sie der ganzen Welt weitere Bosheiten antun kann. So schaut dann eben eine Seele aus, wenn sie voll mit schweren Sünden belastet ist. Meine Seele war ein Beispiel dafür.
Nach außen habe ich angenehm geduftet und war mit teuren Kleidern behangen, aber meine Seele hier drinnen hat entsetzlich gestunken und hat sich nur in den Abgründen der menschlichen und dämonischen Bosheiten herumgetrieben. Es ist nur ganz verständlich und zu Recht, dass ich all die Depressionen hatte, und die Verbitterung von mir Besitz ergriff. Und ER erklärt mir folgendes:
„Dein spiritueller Tod hat nämlich schon damit begonnen, wie Dir Deine Mitmenschen und deren Leid vollkommen egal wurden. Wie Du einfach keine Gefühle mehr für sie hattest. Es war eine Mahnung von MIR und es sollte Dir ein Warnsignal sein, als ich Dir die Leiden Deiner Mitmenschen vor Augen führte – bei so vielen Gelegenheiten und in allen Teilen der Welt. Oder wenn Du im Fernsehen oder anderen Kommunikations-Medien sehen konntest, wie Leute entführt, getötet, von Bomben zerfetzt und vertrieben wurden, hattest Du oft nur einen oberflächlichen Kommentar auf Deinen Lippen, wie: ‚Ay! Diese Armen Menschen! Was für eine Sünde wird an ihnen begangen!’ Aber die Leiden Deiner Mitmenschen haben Dich gar nicht berührt, sie sind in Dein versteinertes Herz nicht eingedrungen, ihr Schicksal ist an Dir abgeprallt. Im Deinem Herzen hast Du also gar nichts gespürt! Dein Herz war steinhart, ein eiskalter Fels. Deine Sünden hatten Dein Herz versteinert, hart und kalt gemacht!“
Und als nun mein „Buch des Lebens“ geschlossen wurde, können Sie sich sicherlich vorstellen, welche Scham und Traurigkeit mich überkam.
Aber dazu kam noch, - und dieser Schmerz war noch größer, noch unerträglicher, - dass ich größte Reue darüber empfand, wie schlecht und undankbar ich mich in meinem Leben meinem Schöpfer, GOTT VATER, gegenüber verhalten hatte.
Denn trotz aller meiner schweren Sünden, trotz meines ganzen unreinen Geistes und meiner großen Gleichgültigkeit, trotz all meiner entsetzlich grausigen Gefühle gegenüber meinen Mitmenschen, hat der HERRGOTT mich immer und sogar bis zum letzten Moment gesucht, ist mir nachgegangen und hat auf ein Zeichen meines Willens zur Umkehr und Rückkehr gewartet.
Immer wieder hat ER Personen geschickt, die meinen Lebensweg kreuzten und seine Instrumente waren, um mich zu bewegen, nachzudenken und zu IHM zurück zu kommen. Auf diese Weise hat er zu mir gesprochen, hat auf SICH aufmerksam gemacht, hat mich dadurch – oft ganz laut – gerufen.
Er hat mir viele Dinge auch weggenommen, um mich zum Nachdenken zu bewegen. Er hat mir Prüfungen und schwere Zeiten geschickt. Er hat mir große Enttäuschungen wie Knüppel zwischen die Beine geworfen. All das hat er laufend getan, nur um mich wieder zurück zu gewinnen, mich auf den rechten Weg ins Vaterhaus zu bringen.
ER hat bis zum letzten Moment wirklich alles versucht und auf ein Zeichen von mir gewartet. ER hat meinen freien Willen aber nie gebrochen. Ich sollte all SEIN Rufen und Warten erkennen und dann die richtige Entscheidung aus freiem Willen treffen.
Wissen Sie, wer und wie GOTT, unser aller VATER, ist?
Er steht wie ein Bettler am Rand unseres Lebensweges. Und wie ein Bettler eben fleht ER uns immer wieder an, läuft uns nach, ist oft auch lästig; ER weint und sucht unser versteinertes Herz zu erweichen, und ER ist traurig bis in SEIN Heiligstes Herz hinein, wenn ER so oft erleben muss, wie wir IHM nur die kalte Schulter zeigen und IHN einfach nicht beachten, oder auch nur so tun, als würden wir IHN nicht bemerken.
ER erniedrigt sich so oft und so vielfach – genau so wie ER sich am Kreuz erniedrigt hat – nur um zu erreichen, dass wir uns bekehren und unser Leben ändern, zu IHM ins Vaterhaus zurückkehren.
Und als ich zu IHM sagte: „Höre zu, Mein HERR, DU hast mich verdammt!“ - war ich mir schon wieder bewusst, welche Frechheit ich da von mir gab. Natürlich stimmte das wieder einmal nicht, denn nicht ER hat mich verdammt, sondern ich habe das schon alles selbst verursacht.
Es wurde mir klar, dass ich nach Lust und Laune – in der Freiheit des menschlichen Geschöpfs, die GOTT immer achtet - die Entscheidungen getroffen habe. Ich habe mir meinen VATER und meinen Clan ausgesucht.
Und der Vater, den ich für mich auserwählt habe, war nicht GOTT VATER, sondern ich habe mir den Satan, den Teufel, zum Vater und Führer meines Lebens genommen. Nach seinem Willen und seinen Lügen habe ich mein Leben ausgerichtet. Er und sein Blendwerk war der Sinn meines armseligen Lebens.
Und wie nun mein „Buch des Lebens“ zugemacht wird, stelle ich im Geiste fest, dass ich noch immer mit dem Kopf nach unten am Rande eines grausigen, finsteren Schlunds hänge. Und es wird mir der Gedanke zur Sicherheit, dass ich, ohne mich wehren zu können, unwiderruflich in dieses dunkle Loch fallen werde, wo ich mir am Ende ein Tor vorstelle, durch das ich dann in die „Ewige Finsternis“ auf Nimmerwiedersehen eintreten werde.
Und so begann ich verzweifelt mit aller Kraft zu schreien und zu rufen. Ich flehte zu allen Heiligen, dass sie mich retten sollen. Und Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viele Heilige mir auf einmal eingefallen sind. Ich hatte gar nicht gewusst, dass ich so viele Heilige und deren Namen kannte. Ich war ja eine so laue, ja mehr noch eine wirklich schlechte Katholikin.
Aber in diesem Moment ging mir nur durch den Kopf, gerettet zu werden. Und es war mir ganz egal, ob der Heilige Josef, der Arbeiter, oder der Heilige Franziskus von Assisi, oder sonst ein angerufener Heiliger mich retten würde. Hauptsache war, ich würde gerettet. Zu guter Letzt gingen mir die Namen der Heiligen aus, die ich anrief. Es fiel mir eben keiner mehr ein, und es war auf einmal wieder totenstill.
Und diese Stille ließ mich wieder meine unbeschreibbaren Schmerzen spüren. Ich empfand eine Leere, die trostlos war. Ich fühlte mich einsam und komplett verlassen. Und ich konnte nur daran denken, dass auf Erden alle Menschen sicherlich an mich denken und dabei nur meinen Ruf der „Guten“, „Schönen“ und „Heiligen“ vor Augen haben. Diesen Ruf hatte ich mir durch meine, von mir selbst geschaffene Scheinwelt ja vorsätzlich auf gebaut.
Sie trauerten alle um mich, redeten über meine „Heiligkeit “, warteten auf meinen Tod, um dann ihre „Heilige“, die sie ja im echten Leben persönlich gekannt hatten, anzurufen und um dieses oder jenes „Wunder“ zu bitten.
Und schaut nur her, in welcher misslichen Lage ich war. Niemand von diesen trauernden Menschen auf Erden, die auf meinen Tod warteten, - nicht einmal meine ärgsten Feinde – hätten sich vorstellen können, in was für einer hoffnungslosen Situation ich mich befand – nämlich ganz kurz vor der Ewigen Verdammnis, vor dem Abmarsch in die Hölle, an deren Existenz die meisten dieser trauernden Menschen ja gar nicht mehr glaubten.
Und wie mir diese Gedanken so durch den Kopf gingen, und ich dazu immer nur meinen Kopf verneinend hin und her bewegte – zum Zeichen des Unverständnisses über diese Diskrepanz zwischen meiner Lage und den Trauergedanken der Hinterbliebenen, da erhebe ich meine Augen nach oben, sehe die Augen meiner Mutter und unsere Blicke treffen sich. Wir schauen uns an, schauen uns direkt in die Augen.
Und unter großen Schmerzen rufe ich meiner Mutter zu:
„Mami! Was für eine Schande. Sie verdammen mich. Dorthin, wo ich jetzt gehen muss, von dort werde ich nie mehr zurückkommen, und wir werden uns nie wieder sehen können.“
In diesem Augenblick wird meiner Mutter eine große, wunderbare Gnade gewährt. Sie war ja die ganze Zeit ganz unbeweglich und starr. Und auf einmal wird es ihr gestattet, ihre zwei Finger nach oben zu erheben, und sie macht mir damit eindeutige Zeichen, auch nach oben zu schauen. Und im gleichen Augenblick fallen von meinen Augen zwei große Krusten ab, die mir unvorstellbare Schmerzen bereiteten, und die der Grund für meine geistige Blindheit waren. Sie fallen also von mir ab, und ich sehe plötzlich etwas unbeschreiblich Schönes, und in der Mitte: Unseren HERRN JESUS CHRISTUS.
Zugleich kommt es mir in den Sinn wie eine meiner Patientinnen einmal zu mir gesagt hat:
„ Schauen Sie Frau Doktor, und schreiben Sie sich das hinter ihre Ohren! Sie sind sehr materialistisch eingestellt, aber eines Tages werden sie sich erinnern und an das denken, was ich Ihnen jetzt sage. Ja, sie werden es sogar bitter nötig haben. Wenn Sie in größter Gefahr sind, der sie nicht mehr entrinnen können. Es ist dabei gar nicht wichtig, welcher Art diese Gefahr ist. Wenn Sie also in dieser Situation sind, dann rufen Sie einfach Unseren HERRN JESUS CHRISTUS an und bitten IHN, dass ER sie mit SEINEM Kostbaren, Heiligen Blut bedecken und schützen möge. Auf diese Art und Weise wird ER sie nie und nimmer verlassen oder allein lassen. Denn ER hat mit SEINEM Kostbaren, Heiligen Blut das Lösegeld auch für Sie und Ihr Seelenheil bezahlt!“
Und in größter Reue und Scham, mit großen Schmerzen in meinem Herzen begann ich aus vollsten Lungen zu schreien:
„HERR JESUS CHRISTUS, hab Mitleid mit mir! Vergib mir!
HERR, gewähre mir doch eine zweite Gelegenheit!
Gib mir eine zweite Chance!“
Schluss
Und darauf hin erlebe ich den schönsten Moment dieser ganzen Geschichte. Es fehlen mir einfach die Worte, um diesen Augenblick richtig zu beschreiben. ER, Unser HERR JESUS CHRISTUS, kommt herunter und holt mich aus diesem schwarzen, grausigen Schlund, aus diesem Angst erregenden Loch heraus.
Und als ER mich abholte und bei der Hand nahm, sind all diese Ungeziefer, diese schmutzigen, ekelerregenden Viecher und diese brennenden Flecken, die ich vorher spürte, von meinem Körper abgefallen und der ganze Boden unter mir war voll mit diesem Unrat.
ER hebt mich also nach oben und bringt mich zu dieser ebenen Stelle, die ich schon vorher beschrieben habe. Und mit dieser unermesslichen, einfach mit menschlichen Worten nicht auszudrückenden Liebe sagt ER zu mir:
„Du wirst zurückkehren auf die Erde, Du wirst Deine zweite Chance bekommen…“
- aber er sagt dabei auch sehr ernst:
„ Aber diese Gnade der Rückkehr bekommst Du nicht wegen der vielen Gebete Deiner Freunde und Familienangehörigen. Denn es ist ja zu erwarten und ganz normal, dass Deine eigene Familie und die Leute, die dich schätzen, für Dich beten und MICH deinetwegen anflehen. Sondern Du kannst zurückkehren wegen der Gebete von so vielen Menschen, die nicht von Deinem Fleisch und Blut sind, und die nicht zu Deiner Familie zählen. So viele Dir ganz fremde Menschen haben bitterlich geweint, mit zerbrochenem Herzen und aus tiefster Seele zu MIR gebetet und haben mit einem Gefühl größter Liebe und Zuneigung für Dich ihr Herz zu mir erhoben.“
(Vergleiche: Heilige Messe „Erhebet die Herzen“ – „Wir haben Sie beim HERRN“)
Und in diesem Augenblick sehe ich, wie eine Unzahl von Lichtern, wie kleine weiße Flammen, die voll mit selbstloser, reiner Liebe sind, zu leuchten beginnen. Und ich sehe plötzlich alle Personen, die für mich beteten.
Es war eine Demonstration der Macht des Fürbitt-Gebetes. All diese Lichter waren die vielen tausend Menschen, die in den Zeitungen, Radio–Nachrichten und im Fernsehen von meinem Unfall mit dem Blitz gehört hatten. Und die von dieser Nachricht berührt waren, die dadurch geweint haben, die Stossgebete an unseren HERRN für mich gerichtet haben und die dadurch zu einem echten Mit-Leiden gekommen sind. Viele davon haben so vieles angeboten und auf geopfert für mich und meine Rettung. Ihr müsst wissen, dass das größte Geschenk , das Sie jemandem machen können, die Aufopferung einer Heiligen Messe ist. Denn die Heilige Eucharistie ist nicht Menschenwerk, sondern ist der direkte Eingriff GOTTES in diese Welt.
Aber eine dieser Flammen war besonders groß, unter allen anderen herausragend und leuchtend, die mehr Licht ausstrahlte als alle anderen. Es war die Flamme der Person, die am meisten selbstlose, wahre Nächstenliebe in ihr Gebet hineingelegt hatte.
Ich interessierte mich also, zu sehen, wer dieser Mensch war, der unbekannterweise so viel Liebe für mich aufgewandt hatte. Und da sagte der HERR zu mir:
„Dieser Mensch, den Du dort siehst, ist eine Person, die so innige und große Zuneigung und zärtliche Liebe für Dich empfunden hat, obwohl ihr miteinander vollkommen unbekannt und fremd seid, wie es für einen Menschen kaum vorstellbar ist.“
Und der HERR zeigte mir, wie das alles passierte. Dieser arme Mann, indianischer Herkunft, für mich ein Heiliger unseres Landes, lebte auf dem Lande am Fuß der „Sierra Nevada de Santa Marta“. Er war ein armer und sehr einfacher Landbauer. Er hatte nicht einmal genügend zu Essen für seine Familie. Die Ernte wurde ihm in diesem Jahr durch eine Feuersbrunst vernichtet. Von den paar Hühnern, die er noch zum Überleben hatte, hat sich der Fuchs den Großteil geholt. Und um sein „Unglücks-Fass“ zum Überlaufen zu bringen, haben ihm die Guerilleros einen Sohn weggenommen, um ihn als Kindersoldat für ihre Zwecke einzusetzen.
Er ging zur Heiligen Messe ins Dorf hinunter und war mit einer Inbrunst bei der Messe dabei, wie man es ganz selten sieht. Der HERR ließ mich sehen, wie dieser arme Landbauer bei der Messe inbrünstig betete. Er sagte:
„Mein HERR und GOTT, ich liebe DICH, ich danke DIR für mein Leben, für meine Familie und für meine Kinder!“
Sein ganzes Gebet war eine einzige Danksagung und ein Lobpreis. Er hatte zwei Geldscheine bei sich – einen mit 10.000 Pesos und einen anderen mit 5.000 Pesos.
Können Sie sich vorstellen, dass er bei der Opferung nicht den 5.000er-Schein, sondern trotz seiner Armut und seiner misslichen Lage den 10.000er-Schein beim Absammeln des Mesners hergegeben hat.
Wissen Sie, dass ich solche Geldscheine bei der Opferung nur hergegeben habe, wenn es passiert ist, dass mir jemand in meiner Ordination einen solchen Schein als Falschgeld untergejubelt hat.
Und nach der Messe hat er sich mit dem wenigen, übrig gebliebenen Geld, noch etwas Brot und Salz gekauft. Diese Lebensmittel wurden ihm – wie es auf dem Land üblich ist – in altes Zeitungspapier vom Vortag (Es war eine Ausgabe der kolumbianischen Tageszeitung „El Espectador“) eingewickelt.
Als er nun diese Brötchen einpackte, sah er auf der Seite dieser Ausgabe des „Espectadors“ vom Vortag das Foto von meinem verkohlten Körper, wie er so auf der Tragbahre der Rettungsleute an der Unfallstelle lag.
Als dieser einfache Mann dieses Foto sah, dessen Bildunterschrift und dessen dazu gehörenden Zeitungsartikel er nicht einmal lesen konnte, und sich dazu in aller Eile auch gar keine Zeit nahm, fiel er mit den Knien auf den Boden und begann so bitterlich und Herz zerreißend zu weinen.
Er machte das mit einer so großen, innigen, selbstlosen und kindlichen Liebe und Zuneigung, und er sprach dabei mit weinerlicher Stimme folgendes Gebet:
„VATER im Himmel, mein HERR und GOTT, hab doch Erbarmen mit meinem Schwesterchen. HERR, rette sie, HERR, hilf ihr, HERR, lass sie nicht zugrunde gehen, HERR schaue gnädig herab und nimm Dich ihrer an. Wenn DU mein Schwesterchen rettest, verspreche ich DIR, dass ich zum Heiligtum von Buga (ein Marien-Wallfahrtsort im Südwesten von Kolumbien) pilgern werde, und ich werde dieses Versprechen ganz sicher einlösen, aber komm DU meinem Schwesterchen zu Hilfe und rette sie!“
Stellen Sie sich das einmal vor! Ein ganz einfacher und armer Landbauer, der nicht gegen GOTT geschimpft und geflucht hat, weil er und seine Familie Hunger und Durst zu ertragen hatten.
Und der einfach ein unvorstellbares Fassungsvermögen für die wahrhaftige, selbstlose, echte Liebe hatte, bietet dem HERRN an, unser großes Land zu durchqueren, um die versprochene Wallfahrt zu machen, für jemanden, den er überhaupt nicht kennt und noch nie im Leben getroffen hat. Und diesem Landbauern habe ich es zu verdanken, dass ich nun vor Ihnen stehen kann.
Und der HERR erklärte mir:
„Siehst DU nun! Das nenne ICH Nächstenliebe!“
(…) und gleich darauf sagte ER folgendes zu mir:
„Du wirst zurückgehen auf die Erde. Aber Du wirst dieses Erlebnis nicht nur 1.000 Mal, sondern 1.000 x 1.000 Mal erzählen. Und es wird dabei Menschen geben, die sich nicht ändern werden, obwohl sie Deine Geschichte gehört haben. Und solche Personen werden dann aber mit noch strengeren Maßstäben gerichtet werden. So wie auch bei Dir, bei Deiner nächsten Ankunft strengere Maßstäbe für Dein Gericht gelten werden.
Auch die Gesalbten, das sind die gottgeweihten Priester des HERRN, und die Ordensleute werden nach strengeren Richtlinien beurteilt werden. Und jeder von denen, der von den vom HERRN gewirkten Wundern dieser Welt Kunde erhalten hat und deshalb darüber Bescheid wusste, wird einen strengeren Maßstab zu spüren bekommen. Denn es gibt keinen schlimmeren Taubstummen, als den, der einfach nicht hören will. Und es existiert keine ärgere Blindheit, als die derjenigen Person, die einfach nicht sehen will.“
Und alles, was ich Ihnen nun heute hier erzählt habe, meine lieben Schwestern und Brüder im HERRN, ist keine Drohung oder Drohgebärde, auch keine Erpressung, denn unser HERRGOTT hat es nicht nötig, uns zu drohen oder uns zu erpressen.
Das, was Sie heute hier zu Gehör bekommen haben, oder was Sie gerade gelesen haben, ist
Ihre zweite Chance, ist Ihre 2. Gelegenheit,
die wir alle, Sie und ich, nur der unermesslichen Güte und Barmherzigkeit Unseres GOTTES zu verdanken haben.
Nützen Sie dieses Angebot. Vielleicht ist es ja auch Ihre letzte Gelegenheit dazu.
Und dank diesem unserem Gütigen GOTT, habe ich das überlebt, was ich erlebt habe. Und so kann ich Ihnen durch die Gnade GOTTES davon berichten.
Denn wenn Ihnen selbst einmal „Das Buch des Lebens“ auf geschlagen wird, jedem einzelnen von Ihnen, nämlich dann, wenn auch jeder von Ihnen in die Ewigkeit hinübergeht, wenn er stirbt, werden wir alle jeweils diesen ganz gleichen Prozess erleben, und wir werden uns alle so sehen, wie wir wirklich sind, ohne Beschönigungen, mit dem einzigen Unterschied, dass wir auch gegenseitig unsere tiefsten Gedanken und die geheimsten Gefühle in der Gegenwart GOTTES sehen und erkennen werden.
Alles wird offenbar und nichts wird geheim bleiben oder unter den Tisch gekehrt.
Und das Schönste wird dabei sein, dass jeder von uns direkt vor dem HERRN stehen wird, und wir werden – und zwar jeder einzelne von uns allen hier – wir werden von Angesicht zu Angesicht IHM gegenüber stehen.
Und während unseres ganzen Lebens wird ER uns immer und immer wieder „bettelnd bitten“, dass wir uns bekehren, dass wir ins Vaterhaus zurückkehren, zu IHM heim kommen, damit wir neu beginnen und mit IHM und durch IHN neue Geschöpfe werden, denn ohne SEINE HILFE ist uns dies einfach gar nicht möglich.
Möge der HERR, unser GOTT, Sie alle, Euch alle in reichem Maß mit SEINEM SEGEN und SEINER GNADE überhäufen.
Die EHRE sei GOTT, dem VATER, der uns erschaffen hat und uns mit großer Zärtlichkeit lieb hat; die EHRE sei GOTT, dem SOHN, unserem HERRN JESUS CHRISTUS, der uns durch SEIN Leiden am Kreuz von aller Sündenschuld erlöst hat und uns von allem Sündenschmutz durch SEIN Kostbares, Heiliges Blut rein gewaschen und um den Preis SEINES Heiligen Blutes losgekauft hat;
und die EHRE sei dem HEILIGEN GEIST, der uns heilig macht, der uns stärkt durch die Kraft SEINER Gaben, der uns tröstet und beisteht, bis dass DU, o HERR, wiederkommst, wie DU es uns versprochen hast –
KOMM HERR, lass anbrechen die STUNDE, die alles neu macht und DEIN REICH errichtet. Mach alles neu und errichte DEIN REICH der LIEBE und des FRIEDENS. Amen.
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